Gronau aktuell

Sonja Jürgens zu Gast beim Gronauer Bündnis für Familie

13.06.2013 "Wie toll ist eigentlich die Stadt Gronau?" Diese Frage stellt Sonja Jürgens in einer angeregten Diskussion den Mitgliedern des Gronauer Bündnisses für Familie

Was macht den Wohnstandort Gronau attraktiv? Das war das Hauptthema des letzten Treffens im Gronau Bündnis für Familie.

Erst seit April 2013 kümmert sich Sonja Jürgens in der Funktion der Bürgermeisterin von Gronau um die Belange der Stadt. "Der direkte Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern liegt mir sehr am Herzen." gibt sie an ihrem 1. Arbeitstag im Rathaus bekannt. Auch das Bündnis für Familie setzt sich seit nun schon 7 Jahren für die Familien in Gronau ein. In dieser Zeit sind Projekte wie "Noteingang", "Familienwegweiser", "Haushaltsnavi" u. a. auf den Weg gebracht worden. Um so schöner, dass sich die neue Bürgermeisterin, trotz ihres gut gefüllten Terminkalenders, Zeit für ein Gespräch nehmen konnte.

Frau Jürgens nimmt das Ergebnis des Mikrozensus auf, nach dem die Bevölkerungszahl um 2% niedriger als erwartet beträgt. Den demografischen Wandel unter dem Blickpunkt „Familienfreundlichkeit“ zu gestalten, beschreibt sie als aktuelle Aufgabe der Politik. In einer lebendigen Diskussion wurde der Frage nachgegangen, was unter „Familienfreundlichkeit“ verstanden werden soll. Die Bündnismitglieder nannten hier Themen wie

  • bürgernahe ärztliche Versorgung und Ärztlicher Notruf: Was können wir Ärzten anbieten, damit sie bereit sind, sich in Gronau anzusiedeln? Hier habe die Politik weniger Einflussmöglichkeiten, als gemeinhin angenommen werde.
  • Schaffung von attraktiven Einkaufsmöglichkeiten“. Gronau hat ein schlechtes Image („Tatort Bahnhofstraße“), obgleich es hier eine gut aufgestellte Schullandschaft und ein breites Angebot an Vereinen gibt.
  • Potentiale wie die Grenznähe zu Enschede und ein offenes, interkulturelles Klima werden zu wenig genutzt. Es muss verhindert werden, dass noch mehr Fachgeschäfte aufgeben müssen und durch Billigketten ersetzt werden.
  • Bedarf an nicht vereinsgebundenen, nicht kommerziellen Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche
  • Notwendigkeit einer parteiübergreifenden Kooperation z. B. bei der Darstellung und Vermarktung des Rock- und Popmuseums. Beteiligung des Bündnisses an einer Imagekampagne?
  • Herr Hülskötter berichtet von positiven Erfahrungen mit Patenschaften für Kinderspielplätze. Frau Jürgens berichtet von Bewegungsspielgeräten für Erwachsene, die in Epe von der Stadt aufgestellt wurden.
  • stärkere Absicherung von sog. „freiwilligen sozialen Leistungen“ zur Aufrechterhaltung eines weitgehend funktionierenden psychosozialen Netzwerkes zur Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Am Beispiel der Schuldner- und Insolvenzberatung wurde aufgezeigt, dass die Zahl der Ratsuchenden hier in den letzten Jahren rasant gestiegen ist.

Als Fazit konnte Herr Stein, Sprecher des Gronauer Bündnis für Familie, festhalten, dass Gronau mit all seinen Problemen nach außen aber nicht nur negativ gesehen wird. Als "Zugezogener" empfindet er die Stadt als sehr tolerant und offen. Alle Beteiligten möchten zukünftig an einem wertschätzenden Image für Gronau aktiv mitgestalten.

 

zurück

Surftipps

 

 

 Veranstaltungen in und um Gronau

Veranstaltungen, News und Bilder aus Gronau

   

 Aktuelles in und um Epe

Veranstaltungen, News und Bilder aus Epe