Gronau aktuell

Gronauer Netzwerk Migration übergab 2000,- Euro

20.05.2015

Einen Scheck in Höhe von 2000,- Euro übergaben Vertreter des Gronauer Netzwerk Migration  im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Pfarrzentrum der kath. St- Antonius-Gemeinde an  den stellvertretenden Generalvikar Dr. Jochen Redegeld für die Hilfsinitiative „Aktion Hoffnungsschimmer“.

Rund 1800,- kamen aus dem Erlös des ersten Gronauer Friedensfestes zusammen. Die Stadt Gronau rundete die Summe auf 2000,- Euro auf.

Info zum Informationsabend

Dr. Jochen Redegeld (stellvertretender Generalvikar des Bistums Münster) und weitere Vertreter der Initiative informierten  am Dienstag, den 19.05. 2015 um 18.00 Uhr im Pfarrzentrum an der Mühlenmathe mit  einen Informationsabend über die Situation der Menschen in den Flüchtlingscamps im Irak und in Syrien. Die Nachrichten, die uns aus dem Irak erreichen, sind erschreckend. Zehntausende Menschen sind verängstigt und zutiefst traumatisiert, weil islamische Rebellen und ihre brutalen Übergriffe sie dazu zwangen, ihre Heimat zu verlassen und nun in Flüchtlingslagern zu leben. Die Situation in den Flüchtlingslagern ist katastrophal und die Not unbeschreiblich. Besonders dramatisch ist das Leben der Kinder in den Camps. Viele von ihnen haben die Sprache verloren. Sie mussten häufig miterleben, wie Angehörige ihrer Familien misshandelt und getötet wurden. Sie können nicht zu Schule, tragen kaum Kleidung und spielen in den Abwässern. An diesem Abend wurden Möglichkeiten aufgezeigt, diesen Menschen zu helfen und ihre Lebenssituation zu verbessern. Es wurde  ein Film über den Besuch der Flüchtlingscamps im Januar 2015 gezeigt Anschließend standen die Akteure von Hoffnungsschimmer  den Zuhören für Fragen zur Verfügung.

"Aktion Hoffnungsschimmer“ für Flüchtlinge im Nordirak

"Aktion Hoffnungsschimmer – Hilfe für Flüchtlinge in Not“. Unter dieser Überschrift steht eine Hilfsinitiative, die Menschen auf der Flucht im Nordirak unterstützt.

Eine Delegation reist im Januar in das türkisch-irakische Grenzgebiet, um dort die erforderlichen Hilfsmittel zu beschaffen und direkt an die Flüchtlinge in den Camps zu verteilen. Fachlich unterstützt wird die Sendener Initiative durch erfahrene Hilfswerke: Caritas International und Aktion Medeor.

"Zehntausende Familienväter, Mütter und Kinder sind verängstigt und zutiefst traumatisiert, weil islamische Rebellen und ihre brutalen Übergriffe sie dazu zwangen, ihre Heimat zu verlassen“, heißt es auf einem Flugblatt für die Aktion. Noch deutlicher sind die Worte in einem Brief an potenzielle Spenderinnen und Spender: "Das Ausmaß der Gewalt macht zeitweise sprachlos: Ganze Familien werden ausgerottet, Frauen und Mädchen werden verschleppt und als Sklavinnen verkauft“.

Christliche und jesidische Bürger haben die "Aktion Hoffnungsschimmer“ gemeinsam gestartet. Zu den Unterzeichnern gehört neben Pfr. Klemens Schneider von St. Laurentius Senden und dem stellvertretenden Generalvikar des Bistums Münster, Pfr. Dr. Jochen Reidegeld auch der evangelische Pfr. Stefan Benecke und Dennis Bozan vom Deutsch-Kurdischen Freundeskreis, außerdem Sendens Bürgermeister Alfred Holz sowie der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling.

Die "Aktion Hoffnungsschimmer“ wird Menschen im türkisch-irakischen Grenzgebiet, deren Leben bedroht ist, Hilfe bringen. Zugleich setzt sie ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung für jene Menschen, die als Verwandte der Opfer von Gewalt und Verfolgung im Münsterland leben und die dem Sterben ihrer Familien im Irak und Syrien hilflos zusehen müssen.

Wer dem Genozid entkomme, dem fehle es im Grunde an Allem: An Kleidung, Schuhen, Hygieneartikeln, Nahrung und vor allem an frischem, sauberem Trinkwasser. Einfach zu groß sei die Zahl derer, die auf der Flucht seien. Und gerade angesichts des bevorstehenden Winters bestehe "Anlass zu großer Sorge um Leben und Gesundheit derer, die in der Türkei und im Nordirak Zuflucht gefunden haben“.

Um die Hilfsaktion möglich zu machen, wird um Spenden gebeten, und zwar mit Stichwort "Aktion Hoffnungsschimmer“ auf ein Konto der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Senden, bei der Volksbank Senden eG, IBAN: DE91 4006 9546 0000 3412 21, BIC: GENODEM1SDN oder bei der Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE40 4015 4530 0036 0974 00, BIC: WELADE3W.

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