Gronau aktuell

Weltweiter Tag gegen Kinderarbeit

12.06.2015

Welttag gegen Kinderarbeit am 12.Juni 2015

 

- in der Fairen DRK-Kita Regenbogenland ein Thema

 

Das DRK-Familienzentrum beschäftigt sich als Faire Kita NRW auch mit dem Thema ausbeuterischer Kinderarbeit .

Wie kann man Kindergartenkindern mit einfachen Mitteln Kinderarbeit verdeutlichen? Die Erzieherinnen aus dem Regenbogenland haben einen gute Strategie entwickelt. Mit den Kindern gehen sie jedes Jahr auf die Erdbeerfelder und pflücken eimerweise Erdbeeren für den Verzehr in der Kita. Nach einer gewissen Zeit haben die Kinder keine Lust mehr und möchten zurück in die Kita und spielen. In diesem Moment ist es gut möglich Kita-Kindern die Kinderarbeit zu verdeutlichen. Die Erzieherin berichtet dann über Kinder, die nicht entscheiden können, wann sie mit der Arbeit auf den Baumwoll- oder Kakaoplantagen aufhören . Die Fairtradearbeit in der Kita zeigt Kindern Möglichkeiten auf, selbst mit ihrem Handeln etwas ändern zu können.

 

 

Weitere Infos:

 

Fairtrade hilft im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Eigentlich sollten Kinder zur Schule gehen und mit ihren Freunden spielen, doch für viele Kinder sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) müssen weltweit immer noch mehr als 168Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren regelmäßig mehrere Stunden arbeiten, 85 Millionen unter extrem ausbeuterischen Bedingungen.

 

Sie schuften für einen Hungerlohn oder ganz ohne Bezahlung. Zwei Drittel dieser Kinderarbeiter sind in der Landwirtschaft beschäftigt.

Sie arbeiten als Baumwollpflücker in Burkina Faso auf den Plantagen in Ecuador oder als Sklaven bei der Kakaoernte in der Elfenbeinküste

 

 

 

Info:

 

Mit dem Welttag gegen Kinderarbeit findet am 12. Juni 2015 ein internationaler Aktionstag statt. 2002 wurde er von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ausgerufen wurde, um ein kritisches Bewusstsein für die weltweite Ausbeutung von Kindern zu schaffen. Es wird außerdem auch auf den Kinderhandel, also die Versklavung von Kindern hingewiesen.

Laut UNICEF arbeiten rund 190 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren; die meisten davon in der Landwirtschaft. Sehr viel Kinderarbeit gibt es in Asien, im Pazifikraum und in Afrika. Laut der ILO sind weltweit mindestens zehn Prozent der Beschäftigten in der Tourismus-Branche Kinder. Davon werden laut UNICEF rund eine Million Kinder sexuell ausgebeutet.

Als Hauptursache für Kinderarbeit gilt die Armut der Eltern. Einer Auswertung zufolge werden Kinder meist nur von den Eltern als Arbeitskräfte genutzt, wenn sie in großer Not sind. Im Umkehrschluss führt die Kinderarbeit zu einem erhöhten Angebot an billigen Arbeitskräften und damit zu niedrigen Löhnen. Die Kinderarbeit ist also auch mit die Ursache für die Elternarmut.

Die Vereinten Nationen (UNO) sichern Kindern durch die UN-Kinderrechtskonvention das Recht zu, vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden. In Deutschland ist Kinderarbeit durch das Jugendarbeitsschutzgesetz definiert: Arbeit von Kindern oder Jugendlichen, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen, ist mit im Gesetz festgelegten Ausnahmen verboten.

Kinderarbeit bezeichnet die von Kindern zu Erwerbszwecken verrichtete Arbeit. Ein Kind wird als arbeitend bezeichnet, wenn es wirtschaftlich aktiv ist. Die Ausübung einer Arbeit auf regelmäßiger Basis gegen Entlohnung oder mit für den Markt bestimmten Ergebnissen bedeutet "wirtschaftlich aktiv". Die UN-Kinderrechtskonvention definiert Kinderarbeit als Tätigkeiten von unter 18-Jährigen, die ihnen schaden oder sie am Schulbesuch hindern.

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